

Unternehmen müssen eine zunehmende Datenmenge über immer längere Zeiträume aufbewahren. Um den Anforderungen der modernen Datenspeicherung zu genügen und insbesondere den Wert von Informationen zu ermitteln, ist ein ausgeklügeltes Ablageverfahren nötig. Dafür bietet sich das Information Lifecycle Management (ILM) an.
ILM ist ein Verfahren zur automatischen Datenverwaltung, das Informationen entsprechend ihrer Beziehung zu den Geschäftsprozessen eines Unternehmens bewertet und sie auf den passenden Datenträgern optimal speichert. Es wird jedoch nicht als fertiges Produkt angeboten, sondern besteht aus einem Paket aus Vorgehensweisen und technischen Lösungen, mit dem Unternehmen die Datenflut bestmöglich und kosteneffizient in geordnete Bahnen lenken können.
Daher hat ILM einiges mit Enterprise Content Management (ECM) gemeinsam. Allerdings kümmert sich ECM stärker darum, Informationen aus den unterschiedlichen Unternehmensbereichen zu sammeln und zu vereinheitlichen. Dagegen stehen bei ILM die Wertigkeit der Informationen sowie die Aufbewahrungstechniken im Vordergrund. Generell gilt für eine ILM-Speicherstrategie: Je wichtiger die Daten für ein Unternehmen sind, desto höher sollte ihre Verfügbarkeit sein und desto kostspieliger sind die geeigneten Speichermedien.
Will ein Unternehmen eine ILM-Lösung umsetzen, sind dafür drei Implementierungsphasen maßgeblich. Zunächst gilt es, ein automatisiertes Speichernetz aufzubauen und eine Bestandsaufnahme von sämtlichen geschäftskritischen Daten zu erstellen. Anschließend definiert das Unternehmen Regeln, nach denen diese Informationen bewertet und kategorisiert werden sollen. Im letzten Schritt werden schließlich die Management-Werkzeuge in die IT-Infrastruktur integriert. Diese ordnet anschließend die Daten gemäß der definierten Regeln in verschiedenen Speicherprofilen zu.